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Aktuelles aus Schopfloch

Autor: Gemeinde Schopfloch
Artikel vom 09.02.2018

Informationsveranstaltung Nahwärme

Vollbesetzte Halle
Vollbesetzte Halle, Foto: Ade

Sehr groß war das Interesse der Bevölkerung an der Informationsveranstaltung zur geplanten Nahwärme ergänzt um eine Information zum Glasfaserleitungsnetz. Die Arbeitsgruppe Energiewende Schopfloch hatte hierzu eingeladen.

Lohnt sich der Aufbau und Betrieb eines Nahwärmenetzes in Schopfloch? Über diese Frage hatte sich die Arbeitsgruppe Energiewende Schopfloch lange Gedanken gemacht und konnte an diesem Abend Ergebnisse vorzeigen.Bürgermeister Klaassen freute sich, dass sich in Schopfloch eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger für eine Nahwärmeversorgung ganz konkret vor Ort einsetzt. Ob bei einem Ein- oder Mehrfamilienhaus, Industriegebäuden oder öffentlichen Einrichtungen - rund die Hälfte des Energieeinsatzes verbrauchen wir für Heizzwecke. Mit dem geplanten Nahwärmenetz können wir auch in unserer Gemeinde die Nutzung der fossilen Brennstoffe für uns und unsere zukünftigen Generationen spürbar reduzieren.

Im Zusammenhang mit der Initiative des Landkreises in Sachen Breitbandverkabelung plant die Gemeinde Schopfloch laut Bürgermeister ergänzend die Verlegung eines lokalen Glasfasernetzes in Schopfloch. Schon in fünf Jahren werden die zu übertragenden Datenmengen ein Vielfaches dessen ausmachen was derzeit gängig ist. Er verwies hier auf enorme Datenmengen im Bereich der Medizin und der Wirtschaft.

Es dränge sich nun die Frage auf, ob parallel zum geplanten Nahwärmenetz der Aufbau eines zukünftigen Leitungsnetzes gelingen könnte. Um mehrfache Grabarbeiten beispielsweise in Straßen zu vermeiden, würde es sich durchaus anbieten die Verlegung eines Glasfasernetzes mit dem geplanten Nahwärmenetz zu koordinieren und zu verbinden. Die Kostenvorteile wären hierbei ein starkes Argument, da sich für beide Maßnahmen erhebliche Einsparpotentiale eröffnen. Ein ganz bedeutender Anteil dieser Kosten entfalle bei beiden Systemen auf die Grabarbeiten und die Wiederherstellung der Oberflächen.

Heute, so Bürgermister Klaassen weiter, biete sich für die Bevölkerung die einmalige Möglichkeit die Infrastruktur in Schopfloch nachhaltig für uns alle zu verbessern. Er forderte die Anwesenden deshalb auf, darüber nachzudenken, ob nicht auch für ihren persönlichen Bedarf eine Beteiligung bei der geplanten Nahwärmeversorgung sinnvoll sein könnte.

Weitere Informationen zum Thema Glasfasernetz finden Sie auch auf der Homepage der Gemeinde Schopfloch. Markus Kugler vom Arbeitskreis Energiewende Schopfloch moderierte den Abend. Er gab Informationen zum Stand der Planungen. Für die Umsetzung des Konzepts benötige die Arbeitsgruppe verbindliche Zusagen eine Wärmeabnahme von mindestens 7100 Megawattstunden/Jahr was ungefähr 150 Hausanschlüssen entspricht. Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, könntem im Sommer Planung und Beauftragung angegangen werden und das Bauvorhaben im Frühjahr 2019 beginnen. Die Arbeitsgruppe hat einen Invest- und Finanzierungsplan entwickelt, Finanzpartner gesucht und die Finanzierung geklärt. Der erforderliche Wärmeliefervertrag ist erarbeitet worden. Die Unterlagen für eine Bestellung liegen vor, sodass es losgehen kann. Wenn das Projekt tatsächlich umgesetzt würde, entspräche dies einer Einsparung von ca. 700.000 Litern Heizöl pro Jahr.Christoph Kugler gab Informationen über die technische Seite des Nahwärmeprojekts. Anhand von konkreten Zahlenbeispielen wies Christoph Kugler nach, dass bei einem Anschluss an das Nahwärmenetz für nahezu jeden Teilnehmer nicht unerhebliche Einsparmöglichkeiten gegeben wären, vor allem beim Ersatz von älteren Heizungen.

Den ausgearbeiteten Anschluss- und Wärmeliefervertrag, die Kostenberechnungen, sowie weitere Details präsentierte Arbeitskreismitglied Hans Peter Acker.Näheres erfahren Sie auch über die Homepage der Arbeitsgruppe http://www.beg-schopfloch.de/

Im Anschluss gab es eine rege Aussprache, bei der viele Fragen aus der Mitte der Versammlung beantwortet worden konnten. Dabei wurde auch der Standort "Bräunleshalde" bei der Erddeponie thematisiert. Für die Solaranlage sei der Hang bei der Erddeponie eine gute Wahl. Das Gewerbegebiet sei auch zu weit entfernt und wäre mit hohen Energieverlusten verbunden. Der beauftragte Ingenieur Arnold Berghof erläuterte, dass er bei drei Genossenschaften, die er betreut habe, Heizanlagen in der Nähe zur Bebauung vorgesehen hatte und es dabei nach seiner Aussage keine Beanstandungen gibt.Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplanverfahren für die geplante Heizzentrale ist für die interessierte Bevölkerung eine Informationsfahrt nach Niedereschach vorgesehen. Diese ist im April geplant und für die Teilnehmer kostenlos.

Nach dem Ende der Veranstaltung gab es noch Gelegenheit sich bei Getränken und Imbiss über das Gehörte auszutauschen.

Nach Mitteilungen der Arbeitsgruppe haben bereits unmittelbar nach dem Informationsabend verschiedene Bürger die Gelegenheit genutzt für Ihr Anwesen die ersten Anschlussvereinbarungen abzuschließen.

Helmut Kugler bei seiner Rede

"Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele" - mit diesem Zitat von Friedrich Wilhelm Reifeisen rief Helmut Kugler die Anwesenden auf sich am geplanten, gemeinsamen Nahwärmeprojekt zu beteiligen.