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Aktuelles aus Schopfloch

Autor: Frau Riedel
Artikel vom 08.09.2017

Feuerwehr Schopfloch richtet einmaliges Festwochenende aus

Ein neues, so genanntes "Hilfeleistungslöschfahrzeug" (HLF20), steht nun der Feuerwehr Schopfloch einsatzbereit zur Verfügung. Dies feierten die Feuerwehrkameraden zusammen mit der Bevölkerung und vielen auswärtigen Gästen.

Mit Blaulicht fuhren die Kameraden das neue Fahrzeug in die Halle.
Mit Blaulicht fuhren die Kameraden das neue Fahrzeug in die Halle.
Der Fanfarenzug Horb-Talheim umrahmte mit schmissigen Musikstücken den Festakt.
Der Fanfarenzug Horb-Talheim umrahmte mit schmissigen Musikstücken den Festakt.
Mit einem gebackenen Schlüssel übergab Bürgermeister Klaassen symbolisch das Fahrzeug an die Feuerwehr Schopfloch.
Mit einem gebackenen Schlüssel übergab Bürgermeister Klaassen symbolisch das Fahrzeug an die Feuerwehr Schopfloch. Von links Kommandant Bauer, Kevin Haist, Horst Maier, Jens Helber, Matthias Herre, Raphael Kappler, Andreas Lehmann, Michael Braun, Jan Blötscher, Uwe Finkbohner, Andreas Nagel, Bürgermeister Klaassen und vorne sitzend Kinder der Jugendfeuerwehr: Julian Maier, David Bauer, Jonas Bauer, Dennis Finkbeiner.

Auszüge aus der Festansprache von Bürgermeister Klaassen anlässlich der Übergabe des neuen Feuerfahrzeugs an dieFreiwillige Feuerwehr Schopfloch am 2. September 2017

Unsere Feuerwehr mit ihren Abteilungen in Schopfloch, Oberiflingen und Unteriflingen erlebt mit der Übergabe ihres neuen Fahrzeugs einen denkwürdigen Tag. Nach vielen Überlegungen, Besprechungen und Sitzungen und nicht zu vergessen vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden rund um das neue Fahrzeug und seine Unterbringung ist der so lang ersehnte Tag heute nun endlich da.

Liebe Festversammlung, die Anforderungen an die Feuerwehr sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nachdem wir vor einigen Jahren die neue Ortsumfahrung bekommen haben, benötigen wir auch in diesem Zusammenhang eine zeitgemäße Ausrüstung um bei eventuellen Unfällen und dergleichen einsatzbereit zu sein.Als wir vor einigen Jahren den Feuerwehrbedarfsplan im Gemeinderat verabschiedet haben, zeigte sich sehr deutlich, mit welcher Aufgabenfülle und Vielfalt sich unsere Feuerwehr heute konfrontiert sieht.Einsätze an Wohnhäusern und auch gewerblich genutzte Gebäuden erfordern ein hohes Maß an Wissen und Fähigkeiten um bei Notlagen, wie Bränden, wirksam Hilfe leisten zu können.

Dies setzt eine entsprechende gute Ausbildung verbunden mit ständigem Training der Einsatzkräfte voraus. Ich freue mich deshalb, dass bei uns auf einen hohen Ausbildungsstand geachtet wird und unsere Feuerwehrkammeraden sich regelmäßig bei Leistungswettbewerben auszeichnen können.

Prämisse für uns muss sein, den bei uns lebenden Menschen Gewissheit darüber zu geben - unsere Feuerwehr ist Tag und Nacht an 365 Tagen des Jahres einsatzbereit. Der Schutz unserer schönen Ortschaften mit ihren Einwohnern ist das oberste Anliegen der Gemeinde. Deshalb rüstet sie auch die Feuerwehr so aus, dass sie ihren anspruchsvollen Aufgaben jederzeit gerecht werden kann und dabei die Feuerwehrkammeraden auch durch zeitgemäße Ausbildung und Ausstattung in die Lage versetzt werden, ihren Dienst effektiv und gut zu verrichten.

Im Hinblick auf die neuen und komplexen Aufgaben für unsere Feuerwehr hat der Gemeinderat bereits im Dezember 2015 beschlossen dieses neue Fahrzeug zu beschaffen. Die erforderlichen Arbeiten am Feuerwehrmagazin sind zwischenzeitlich ebenfalls abgeschlossen und am Fahrzeug wurde intensiv geübt und trainiert. Dem erfolgreichen Einsatz unseres neuen Fahrzeuges steht also nichts mehr im Weg.

Ich danke dem Landkreis Freudenstadt, besonders Herrn Kreisbrandmeister Jahraus sehr herzlich, dass er sich für die Bezuschussung dieser wichtigen Anschaffung eingesetzt hat. Den beteiligten Feuerwehrkammeraden, insbesondere beim Fahrzeugbeschaffungsausschuss danke ich für die vorbereitenden Überlegungen im Vorfeld dieser enormen Investition und ihren damit verbundenen Arbeiten. Natürlich auch allen anderen Kammeraden, die bei diesem großen Projekt, in welcher Weise auch immer, beteiligt waren.

Die Gemeinde Schopfloch steht zu ihrer Feuerwehr und deren Aufgaben. Deshalb hat der Gemeinderat die Gesamtbeschaffungskosten in Höhe von 471.000,-- € im Haushalt bereitgestellt. Unserer Kämmerer, Herr Meixner, den ich ebenfalls hier in unserer Mitte weiß, hat ermittelt, dass die Gemeinde einen Landeszuschuss von 99.000,-- € und einen Kreiszuschuss in Höhe von 49.500,-- € also Zuschüsse in Höhe von insgesamt 148.500,-- € erhalten hat. Die Netto-Beschaffungskosten der Gemeinde inklusive der begleitenden Arbeiten im Feuerwehrmagazin belaufen sich auf 322.679,38 €.

Ich wünsche den Feuerwehrleuten der Abteilungen Schopfloch, Oberiflingen und Unteriflingen alles Gute beim Einsatz des neuen Fahrzeugs und jederzeit eine wohlbehaltene gesunde Rückkehr

Auszüge aus der Festansprache von Kommandant Gunter Bauer

Unser bisheriges Fahrzeug hat mit seinen 31 Jahren die Pensionsgrenze für Feuerwehrfahrzeuge erreicht. Die Jahre sind trotz guter Pflege nicht spurlos an der Technik vorbeigegangen. Der Rost zeigt sich immer deutlicher.

Auch sind die Anforderungen an die Feuerwehr in den letzten Jahren immer mehr gestiegen. Nicht zuletzt auch durch die Umgehungsstraße die B 28. Hier ist die Feuerwehr Schopfloch auch im Bereich der technischen Hilfeleistung gefordert. Diesen Teil der Aufgaben der Feuerwehr konnten wir bisher nicht selbstständig abdecken.

Der Gemeinderat hat sich geschlossen für die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs kurz HLF 20 ausgesprochen. Es folgte die europaweite Ausschreibung des Fahrzeugs. Das Erstellen des Leistungsverzeichnisses war eine harte und große Herausforderung, vor allem für den Beschaffungsausschuss. Endlich konnte dann am 06. Dezember letzten Jahres das Fahrzeug bei der Fa. Magirus in Ulm abgeholt werden. Das neue Fahrzeug ist nicht die neue Freizeitbeschäftigung der Feuerwehr, fast könnte es den Anschein haben. Denn es gab Wochen, in denen das Licht im Feuerwehrhaus jeden Abend brannte. Die Einarbeitung war und ist eine wirklich fordernde Aufgabe für die Einsatzabteilung Schopfloch.

Trotzdem ist dieses Fahrzeug für den Schutz unserer Gemeinde angeschafft worden, so gesehen ist es das Fahrzeug der Bürger der Gemeinde Schopfloch. Wir arbeiten damit und stellen den Schutz der Bevölkerung sicher. Zugegeben meistens macht uns das auch Spaß.

Auf dem HLF 20 befinden sich jede Menge Ausrüstungsgegenstände, neben der kompletten Ausrüstung zur Brandbekämpfung haben wir auch einen Gerätesatz für die technische Hilfeleistung dabei. Das heißt wir verfügen über eine Schere, eine Spreizer sowie verschiedene hydraulische Rettungszylinder z. B. für die Hilfe bei einem Verkehrsunfall. Zur Ausleuchtung der Einsatzstellen verfügt das Fahrzeug über einen Beleuchtungsmast der bei Bedarf ausgefahren werden kann und somit für das notwendige Licht sorgt. Für die Brandbekämpfung haben wir 2000 Liter Wasser an Bord über das wir sofort verfügen können und falls notwendig haben wir noch 120 Liter Schaummittel dabei. Beim letzten Einsatz, einem Mähdrescherbrand auf dem Acker, hat es sich gezeigt wie vorteilhaft es ist, wenn Löschwasser schon mit dabei ist. Die ersten Lösch- und Rettungsmaßnahmen können begonnen werden und wir müssen nicht mehr warten bis die Wasserversorgung aufgebaut ist. Speziell für Kaminbrände befindet sich ein Satz mit Schornsteinfegerwerkzeug auf dem Fahrzeug. Die Atemschutzgeräte können im HLF 20 schon während der Anfahrt in der Kabine angelegt werden, so dass die Kameraden nach dem Aussteigen für den Einsatz gerüstet sind. Außerdem haben wir eine Rettungsplattform für die technische Hilfe an z. B. einem verunglückten LKW und einen Sprungretter auf dem Fahrzeug dabei.

Dank: Eine Fahrzeugübergabe ist immer auch ein Grund um Danke zu sagen. Unser Dank gilt der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat für das finanzielle Möglichmachen der Beschaffung. Ganz besonders möchte ich mich beim Beschaffungsausschuss für die ausdauernde und tatkräftige Unterstützung bedanken. Ihr habt viele Stunden Eurer kostbaren Freizeit und so manche Stunde Schlaf geopfert. Mein Dank gilt ebenfalls dem Kreisbrandmeister Frank Jahraus für seine kompetente Beratung und menschliche Unterstützung. Danke dass Du immer ein offenes Ohr für uns hast. Bei allen, die uns bei der Beschaffung des neuen Fahrzeuges unterstützt und beraten haben sei hier nochmals ausdrücklich Danke gesagt. Ein Dankeschön geht auch an die Fa. Wissinger aus Glatten für die Beklebung des Fahrzeuges. Ohne die Mithilfe aller Kameraden und den Frauen wäre eine Veranstaltung wie diese nicht möglich. Vielen Dank für Eure Unterstützung...

Teil zwei mit Berichten und Bildern vom Festsonntag erscheinen im nächsten Mitteilungsblatt.