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Aktuelles aus Schopfloch: Gemeinde Schopfloch

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Aktuelles aus Schopfloch
Autor: Gemeinde Schopfloch
Artikel vom 22.11.2019

Krankenpflegeförderverein Schopfloch trifft sich zur Generalversammlung

Bei der jüngsten Generalversammlung des Krankenpflegefördervereins konnte der Vorsitzende und Bürgermeister Klaassen zahlreiche Mitglieder willkommen heißen. Es interessierten sich viele für die Lage bei der Diakoniestation und auch für das Referat der Pflegedienstleiterin Bärbel Leiser.

Der Schriftführer Thomas Winter ließ in seinen Ausführungen die Generalversammlung 2018 Revue passieren. Hier war Frau Marlene Trick aus Freudenstadt als Referentin eingeladen worden und hatte über die ehrenamtliche Arbeit rund um die Diakoniestation in Freudenstadt wie zum Beispiel dem Diakonietelefon berichtet.

Der Kassenbericht von Frau Regina Kugler zeigte auf, dass der Krankenpflegeförderverein wieder Mittel an die Diakoniestation überwiesen hat. Hiermit können nichtabrechenbare Leistungen bei der Pflege zusätzlich finanziert werden. Seien es nun das längere Verweilen bei Patienten oder auch Fortbildungen.

Die Geschäftsführerin der Diakoniestation Frau Carmen Maier gab einen umfänglichen Bericht über die Lage der Diakoniestation. Momentan sei die Diakoniestation Dornstetten-Glatten-Schopfloch, die übrigens die kleinste im Kreisgebiet ist, wirtschaftlich gut aufgestellt. Frau Maier bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern für die Unterstützung durch den Krankenpflegeförderverein.

Der neue Pfarrer Günter Blatz verstärkt nun den Vorstand. Er wurde von der Versammlung zum stellvertretenden Vorstand gewählt.

Die Entlastung durch die Mitgliederversammlung führte Fritz Barth durch. Sie erfolgte einstimmig.

Schwerpunkt des Abends war das Referat der Pflegedienstleiterin Frau Bärbel Leiser, die über Demenz berichtete. Eine Demenz liegt vor, wenn länger als 6 Monate die Abnahme des Gedächtnisses, die Beeinträchtigung des Denkvermögens und damit eine alltagsrelevante Einschränkung der Lebensführung vorliegt. In Deutschland gibt es ca. 1,6 Millionen Demenzkranke, davon sind 2/3 80 Jahre und älter.

Die Referentin ging auf verschiedene Formen dieser Krankheit ein und erwähnte dabei auch die Alzheimer-Demenz. Hier treten Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung auf, die Krankheit ist verbunden mit einem Nervenzelluntergang im gesamten Gehirn. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz (ca. 2/3). Bei der Demenz sind die Aufnahme, das Speichern und die Wiedergabe neuer Informationen gestört, Erinnerungen geraten durcheinander. Es kommt zu Veränderungen der Wahrnehmung und der Orientierung.

Die Erkrankung sei auch verbunden mit Verunsicherung, Angst, Scham, Trauer und Niedergeschlagenheit, Wut und sich unverstanden fühlen.

Als Unterstützungsmaßnahmen empfahl die Referentin im Umgang mit Demenzerkrankten, sich Zeit zu lassen, eindeutige Aufträge zu erteilen und Orientierung zu geben. Auch sollte man dabei nur so viel Hilfestellung anbieten wie nötig. Es gelte, die Selbstständigkeit zu unterstützen, wie also das Beibehalten von Gewohnheiten und dabei auch Gefahrenquellen zu reduzieren.

Sicherheit und Orientierung böten ein gleichbleibender Tagesablauf, Merk- und Notizzettel und technische Hilfsmittel. Wichtig sei, die Erkrankten ernst zu nehmen und ihre „eigene Welt“ zu akzeptieren.

Ohne Zweifel sei eine Demenzerkrankung für Angehörige sehr schwierig und schmerzhaft. Im Alltag könne man Freude und Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit pflegen. Die Kommunikation und den Umgang verändern und gemeinsame Aktivitäten praktizieren. Wichtig sei eine zugewandte Körperhaltung und Blickkontakt, langsam und deutlich in kurzen Sätzen sprechen, Zeit lassen für Verstehen und Antworten. Es gelte auch, Gefühle anzusprechen über Vertrautes zu reden und vor allem nicht über sondern mit Demenzkranken zu sprechen.

Für die Angehörigen sei es wichtig, sich selbst wichtig zu nehmen und sich etwas zu gönnen, den eigenen Interessen und Hobbys nach Möglichkeit weiter nachzugehen, körperlich aktiv zu sein, rechtzeitig um Hilfe zu bitten und Humor und Gelassenheit zu behalten.

Unterstützungsangebote bieten der Pflegedienst bzw. die Nachbarschaftshilfe, der Besuch von Betreuungsgruppen, persönliche und telefonische Beratung vor Ort sowie der Austausch mit anderen Angehörigen in Angehörigengruppen.

Ein eindrückliches Referat, das Spuren hinterlassen hat.

Der nun vervollständigte Vorstand

(von links) der neu dazugekommene stellvertretende Vorstand Pfarrer Günter Blatz, die Geschäftsführerin der Diakoniestation Carmen Maier, die Kassiererin des Vereins Regina Kugler, die Referentin des Abends und Pflegedienstleiterin Frau Bärbel Leiser, Ausschussmitglied Marion Schmid, Schriftführer Thomas Winter sowie der Vorsitzende Bürgermeister Klaassen.